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Stallklima regeln im Winter

Die Lüftung im Legehennenstall hat die Aufgabe Wasserdampf, CO2-Schadgase und überschüssige Wärme abzuführen.

Die abzuführenden Mengen hängen vom Körpergewicht beziehungsweise vom Stoffwechsel des Tierbestandes ab. Dazu kommen Wasserdampf aus dem Kot und dem Tränkewasser, sowie Schadgase aus der Kot-Zersetzung.

 

Lüften im Winter

Bei tiefer Aussentemperatur soll der Wärmeverlust via Lüftung möglichst gering sein. Die Lüftungsrate ist deshalb im Winter am tiefsten. Die minimale Lüftungsrate im Winter berechnet sich nach dem Wasserdampf- bzw. nach dem CO2-Massstab, d. h. es muss mindestens so stark gelüftet werden, dass nicht zu viel Feuchtigkeit und CO2 anfallen. Das Wasserdampfaufnahmevermögen der Zuluft hängt stark von der Temperatur und der Feuchtigkeit der Aussenluft ab, aber auch wie stark die Zuluft im Stall erwärmt wird (beim Erwärmen der Luft steigt deren Wasseraufnahmefähigkeit).

 

Lüften im Sommer

In der warmen bzw. heissen Jahreszeit ist die Abfuhr der überschüssigen Wärme die Hauptaufgabe der Lüftung (Lüftung nach dem Wärmemassstab). Die Temperatur im Stall soll bei hohen Sommertemperaturen um die 30 °C betragen und nicht mehr als etwa 1.5 bis 2 °C höher sein als die Aussentemperatur, damit die Tiere keinen Wärmestau erleiden. Die Abfuhr der Wärme im Sommer erfordert die höchste Lüftungsrate und dient somit als Massstab für die maximale Kapazität der Lüftungsanlage.

 

Lüften in der Übergangszeit

Die Überganszeit (Frühling, Herbst) ist häufig geprägt durch feuchtkühle Luft und schwankende Aussentemperaturen. Das erschwert eine optimale Stallklimaführung. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt der Aussenluft – besonders in Zeiten und Gebieten mit häufigem Nebel – erschwert die Abfuhr des Wasserdampfes aus dem Stall. Abhilfe schafft meist nur vermehrtes Heizen und eine erhöhte Lüftungsrate.